1. Frage: Muss ich einen Tanzpartner mitbringen?
Nein, niemand muss einen Tanzpartner mitbringen. Beim Forró gibt es auch gar keinen festen Tanzpartner, es wird in kurzen Zeitabschnitten gewechselt. Deshalb keine Sorge, wir haben bestimmt ein paar Tänzer(innen) für Dich!

 

2. Frage: Ich bin mir nicht sicher ob mir der Tanz gefällt, gibt es ein Probier-Angebot?
Ja, das gibt es! Vor allen Partys/Tanznächten gibt es kostenlose Schnupperkurse um sich das Ganze mal anzusehen. Vor Kursstart gibt es in jeder Stadt Schnupperkurse. Im laufenden Kurs dürfen Gäste gerne zusehen, ein Einstieg ist aber immer erst wieder zu Beginn der Kursreihe möglich. Da wir mit 8 Terminen kurze Intervalle haben, sollte das auch kein zu langes Warten mit sich ziehen. Beim freien Tanzen sind wiederum alle Neulinge herzlichst eingeladen mitzumachen.

 

3. Frage: Woher kommt Forró?

Forró kommt aus dem Nordosten Brasiliens und hat sich aus den Traditionen dieser Region entwickelt und schließlich auf ganz Brasilien ausgebreitet. Mittlerweile wird Forró auf der ganzen Welt getanzt und man kann auch in Europa fast jedes Wochenende auf ein Festival reisen.

 

4. Frage: Auf welche Musik wird Forró getanzt?
Forró wird auf Forró getanzt! Genial oder? Forró ist ein Übergriff für die Musik, den Tanz und das Fest.

 

5. Frage: Ich habe noch nie einen Tanzkurs gemacht, ist das was für mich?

Gerade deshalb solltest du unbedingt mal vorbei kommen! Wir fangen in unseren Kursen ganz von vorne an und bieten deshalb verschiedene Niveaus (vergleichbar mit den Sprachniveaustufen A1 - C2). In unserem Grundlagen-Kurs (A1) setzen wir auf intuitive Rhythmusschulung und die Tanzbasics. Wir glauben fest daran, dass jeder Forró lernen kann und bisher konnte uns auch noch niemand vom Gegenteil überzeugen (und wir haben schon Einiges gesehen!). In erster Linie wollen wir euch aber vom Tanzen an sich begeistern, unsere Kurse sind deshalb auf Erleben, Spaß, Technik, Musikalität und Schritte/Figuren ausgelegt, nicht nur auf Letzteres wie bei den meisten anderen Tanzkursen.

 

6. Woher kommt der Name Forró?
Es gibt zwei Theorien. Die erste ist die Legende, dass brasilianische Bahnarbeiter Feste veranstaltet haben, die nicht nur für einheimische, sondern (integrativerweise) auch für die Einwanderer und Eroberer gedacht waren, deshalb schrieben sie 'for all' über die Türen. Diese Theorie ist romantisch und gibt die Offenheit und Einstellung der Forrozeir@s zwar wieder, ist aber leider wohl falsch. Wahrscheinlicher kommt der Name von der Bezeichnung Fauxbourdon, einem Mittelalterlichen Musikstil in Frankreich, der in Brasilien zum Auftauchen des Begriffes "forróbodo" geführt haben soll.

 

7. Wie wird Forró eigentlich ausgesprochen?
Forró = fɔˈʀɔ. Zorro wird zwar bis auf einen Buchstaben genauso geschrieben, unser Tanz wird aber anders ausgesprochen. Die beiden 'R's werden hauptsächlich nicht so hart sondern ganz weich fast wie ein 'H' gesprochen. Die Betonung erfolgt auf die zweite Silbe.

 

8. Frage: Ich beherrsche andere Tänze, kann ich den Grundlagenkurs überspringen?
Diese Frage kann ich gut nachvollziehen. Natürlich hilft es immens, wenn man bereits einen oder mehrere andere Tänze gut beherrscht. Trotzdem hat jeder Tanz seine Eigenheiten und besonders der Beginn ist wichtig um ein solides Gerüst aufzubauen. Während dem Kurs entwickelst du dich natürlich deutlich schneller, das Team geht nämlich auf jede Person individuell ein. Du nimmst also die Überholspur, ohne die grammatikalischen Grundlagen auszulassen. Man startet auch nicht mit einem fortgeschrittenen Französisch-Kurs, weil man schon Spanisch kann, oder? Ich bin sogar der Meinung, ein Grundlagen-Kurs, egal in welchem Tanz tut jedem immer gut, egal ob Anfänger, Fortgeschritten oder Lehrer, man kann nie genug an den Basics arbeiten und sieht/hört den Kurs jedes Mal mit neuen Augen und Ohren!

 

9. Frage: Welche Farbe hat Forró?
Das wurde ich tatsächlich öfter schon gefragt. Meine Antwort: bunt. Forró selbst hat keine Farbe sondern lebt von der Vielzahl der Farben, die die Forrozeir@s mit sich bringen.

 

10. Frage: In welchem Niveau sollte ich mich (in Kursen, Festivals) einordnen?

Das ist eine beliebte und schwierige Frage. Grundsätzlich lässt sich sagen, jeder Kurs ist anders weshalb selten beispielsweise ein Grundlagenkurs wie ein anderer ist. Grundsätzlich teilen wir unsere Kurse (gemäß den Sprachniveaustufen) von A1 bis C2 ein. Das ist eine grobe und ungefähre Einteilung und bei der bleibt es auch, weil wir niemanden mit einem (streitbaren) Niveau brandmarken wollen. Unsere Empfehlung für eine gute Entwicklung von allen Beteiligten ist, schaut euch hier unsere Einteilung in Sprachniveaus an und schnuppert dann in die Kurse rein, die etwas für euch sein könnten. Grundsätzlich ermutigen wir alle in die nächst höhere Stufe zu schnuppern, erinnern allerdings auch daran, dass die Basis aus dem Grundlagen-Kurs immer wieder wiederholt werden muss um ein solides Konstrukt aufbauen zu können.

 

11. Frage: Ich bin eine Frau, kann ich auch führen?
Aber natürlich. Wir machen bei unseren Kursen keine Geschlechter-spezifischen Unterschiede. Jeder tanzt die Rolle die er gerne tanzen will unabhängig vom Geschlecht. Wir raten allerdings nicht zwei Rollen gleichzeitig zu lernen, da es (am Anfang) viel einfacher ist sich auf eine Sache zu konzentrieren.